Japan 2011 - Teil 2

Wir sind gerade von Okinawa zurückgekommen. Es ist wunderschön, und Karateka, die dort einen Aufenthalt planen, werden bestimmt auch auf ihre Kosten kommen.

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Sehr freundliche und hilfsbereite Menschen haben wir getroffen.

Und sie sprechen aufgrund der amerikanischen Besatzung öfters englisch als in Japan. Das Essen ist wieder ausgesprochen lecker. Für uns allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Fast überall befindet sich Schweinefleisch darin ... und sie lieben Kartoffeln ... trotzdem gibt es Regionen, wie z. B. Ogimi, in der sich Ansammlungen der ältesten und gesündesten Menschen befinden. 

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Sie sagen: Nie satt essen, nur bis 80 %. Gemeinschaften sind wichtig, in der auch die Alten noch arbeiten können und ihre Hilfe benötigt wird, z. B. in Form von Erfahrungsaustausch mit Jüngeren. Die Form von Rentendasein, wie wir sie aus D kennen, ist kein Konzept für die Uchinadu. Ansonsten viel Miso Suppe, Reis, Fisch, Gemüse. Hier besonders die Goya Gurke, leicht bitter im Geschmack, aber sie soll eine der wichtigsten Gesundheitsbringer sein. Das National Gericht: Goya Chanpuru. Trotz Ei und Schweinefleisch sehr, sehr lecker.

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Die Küsten und das Meer sind wunderschön. Es gibt natürlich auch die Befestigungen gegen Tsunamis, wie überall in Japan. Aber nicht an allen Abschnitten. Das Baden ist an den offiziellen Stränden einfach und bequem. Die Wassertemperatur unterscheidet sich nur geringfügig von der Aussentemperatur. Als wir das erste Mal im Wasser waren haben wir herzhaft gelacht: Hatten wir doch eine Abkühlung erwartet.

Genau am Abreisetag kam dann der stärkste Taifun seit langem. Alle Flüge wurden für die nächsten 3 Tage gestrichen. Wir bekamen etwas Stress. Können wir doch für solche Situationen zu wenig japanisch. Mit Hilfe des freundlichen Hotelpersonals und unser Entscheidung nicht zum Flughafen zu fahren, haben wir das ganze gut überstanden. Es war unglaublich: Die Böen waren so stark, dass das ganze Gebäude gewackelt hat. Das Wasser wurde nur so zu den Fenstern hineingedrückt. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Erst am 3. Tag konnten wir vorsichtig das Hotel verlassen. Wir haben uns herzlich beim Personal bedankt, dass sie trotz der Gefahren den Service aufrecht hielten.

Das Positive für uns dabei: Wir hatten noch Zeit das einmalige Karate Museum, dessen Leiter Tetsuhiro Hokama, 10. Dan (siehe oben) und sein Dojo zu besuchen.

Und zum Abschied noch etwas Musik. Etwas modernisiert, trotzdem schön mit ein paar Eindrücken.

Wir werden wiederkommen.

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Nun sind wir wieder sicher in Kobe gelandet und gehen unseren altbekannten Aktivitäten nach.

Alles Gute für euch, liebe Grüße an das Dojo und bis bald. Samstag sind wir ja schon wieder zu Hause ...

Nobi